Immanuel Kant

Die deutsche Aufklärung ist durch die berühmtesten Namen der deutschsprachigen Literatur gekennzeichnet, die da sind:

Lessing, Herder, Wieland, Schiller und Goethe. Sie bewirkten, dass der deutschen Literatur in Europa Geltung verschafft wurde. Einer der bedeutendsten Philosophen seiner Epoche (18.Jh.), dessen geistige Wirkung bis heute unverändert blieb, ist Immanuel Kant. Und weil Literatur mit Philosophie eng verbunden ist, widmen wir diesen Literaturtipp einem der größten und bedeutendsten Philosophen seiner Zeit - Immanuel Kant.

Die deutsche Aufklärung ist durch die berühmtesten Namen der deutschsprachigen Literatur gekennzeichnet, die da sind: Lessing, Herder, Wieland, Schiller und Goethe. Sie bewirkten, dass der deutschen Literatur in Europa Geltung verschafft wurde. Einer der bedeutendsten Philosophen seiner Epoche (18.Jh.), dessen geistige Wirkung bis heute unverändert blieb, ist Immanuel Kant. Und weil Literatur mit Philosophie eng verbunden ist, widmen wir diesen Literaturtipp einem der größten und bedeutendsten Philosophen seiner Zeit - Immanuel Kant.

Und hier gleich ein Geheimtipp, weil hierzulande schier unbekannt:
Der fabelhafte Will Durant hat sein Leben dafür verwandt, auf den Spuren der Philosophen und der Kultur- und Menschheitsgeschichte zu wandeln und hat unter anderem in unübertroffen lebendiger Weise die Zeit der deutschen Aufklärung und Klassik geschildert.

Wer war Immanuel Kant?

Zitat aus Durants Kulturgeschichte der Menschheit Band 16 "Am Vorabend der französichen Revolution"

"Der Sonntag war weitgehend Andachtsübungen gewidmet. Es war eine Erziehung, die in einigen ihrer Produkte Tugend erzeugte, in anderen Heuchelei und vielleicht Schwermut in den meisten. Kant dachte später nur mehr mit Groll an diese starken Dosen Frömmigkeit und Seelenterror zurück; Furcht und Zittern, erklärte er, überfielen ihn, wenn er an jene Tage dachte."


Immanuel Kant

(geboren am 22. April 1724 in Königsberg, gestorben am 12. Februar 1804 ebendort)

Kants Werk Kritik der einen Vernunft ist Kennzeichen und Wendepunkt der Philosophiegeschichte und der Beginn der modernen Philosophie. Er stellt somit einen der bedeutendsten Philosophen dar.

Kant hieß eigentlich ,,Cant". Sein Großvater war schottischer Immigrant. Jedoch befürchtete Kant, dass ,,Cant" fälschlicherweise ,,Tsant“ ausgesprochen würde, daher ließ er seinen Namen ändern. Kant war das vierte von neun Kindern eines Riemermeisters. Es besuchte Kant von 1732 bis 1740 das streng pietistische Collegium Fridericianum (auch Friedrichkollegium genannt) in Königsberg. 1740 - 46 studierte er an der Königsberger Universität; danach unterrichtete er als Hauslehrer (Hofmeister) bei verschiedenen Familien in Ostpreußen. 1754 kam er nach Königsberg zurück, wurde zum Magister promoviert, habilitierte sich und nahm eine thematisch sehr breite Vorlesungstätigkeit auf: Logik, Metaphysik, Moralphilosophie, Mathematik, Physik, Geographie (die er als akademische Lehrfächer einführte), später noch Anthropologie, Pädagogik, Naturrecht, natürliche Theologie, gelegentlich auch Festungsbau. Seine ungesicherte wirtschaftliche Lage besserte sich aber erst 1770, als er Professor für Logik und Metaphysik wurde.Im Jahre1796 stellte er seine Vorlesungen ein und 1801 zog er sich aus den akademischen Ämtern zurück.

Kant zu verstehen ist nicht einfach; ihn verständlich zu machen ist Will Durant dennoch gelungen, denn Kant verschmäht Beispiele und das Konkrete, denn diese hätten, sagt er, sein Buch zu umfangreich gemacht. "Kant rechnete damit, dass ihn nur Philosophen vom Fach lesen und dass diese keine Veranschaulichungen nötig haben würden. Als aber Kant das Manuskript der „Kritik“ seinem Freunde Herz gab, der ein gewandter spekulativer Kopf war, sandte dieser es ihm halb durchlesen zurück, mit der Begründung, er fürchte irrsinnig zu werden, falls er weiter lese. Was sollen wir mit einem solchen Philosophen anfangen?" Will Durant aus "Die großen Denker" zum Buchtipp

Weitere Werke Kants:

» 1746 Gedanken von der wahren Schätzung der lebendigen Kräfte
» 1755 Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels
» 1763 Der einzig mögliche Beweisgrund zu einer Demonstration des Daseins Gottes
» 1764 Untersuchung über die Deutlichkeit der Grundsätze der natürlichen Theologie und der Moral
» 1764 Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen
» 1766 Träume eines Geistersehers, erläutert durch Träume der Metaphysik
» 1770 De mundi sensibilis atque intelligibilis forma et principiis (Inauguraldissertation)
» 1781 Kritik der reinen Vernunft
» 1783 Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können
» 1785 Grundlegung zur Metaphysik der Sitten
» 1786 Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft
» 1787 Kritik der reinen Vernunft (zweite, wesentlich veränderte Auflage)
» 1788 Kritik der praktischen Vernunft
» 1790 Kritik der Urteilskraft
» 1793 Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft
» 1795 Zum ewigen Frieden
» 1797 Metaphysik der Sitten
» 1798 Der Streit der Fakultäten
» 1798 Anthropologie in pragmatischer Hinsicht

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