Romantik

(1795 - 1830)

Die Grundsteine - wie das Wort schon aussagt - sind Gefühl (individuelles Erlebnis) und Seele (vor allem die gequälte Seele). Die Romantik – nach der vernunftgerichteten Philosophie der Aufklärung und Strenge des durch die Antike inspirierten Klassizismus – ist die Sehnsucht nach Gefühlen und Harmonie und die Suche nach der verlorenen Welt.

Im Gegensatz zu der Aufgabe der Dichter der Weimarer Klassik und Aufklärung/Sturm und Drang - Zeit, nämlich der Erziehung des Volkes durch die Literatur, sahen die Dichter der Romantik ihre Aufgabe in der Heilung der Spaltung und Tragik, die durch die Welt und damit durch die Individuen geht. Die Romantiker suchten die verloren gegangene Welt in den Werken aus der „Kindheit der Menschen“, also in den Märchen und Sagen, in den Volksliedern, im Mystizismus des Mittelalters.

Das „Wahre“ wurde nicht im Intellektuellen gesehen, sondern in dem als natürlich und wahrhaftig angesehenen Verhalten des einfachen Volkes. Die Brüder Grimm sammelten die Märchen und Sagen der mündlichen Volksüberlieferung. Die andere Seite der Romantik war aber auch geprägt durch Teufelspakte, Gespenster, Schuld und Tod und dergleichen, dies findet man zum Beispiel besonders ausgeprägt bei E.T.A. Hoffmann.

Vertreter der Romantik:


Friedrich Hölderlin (1770 – 1843), er gilt als der Begründer der romantischen Dichtung (Lyrik) im deutschen Sprachraum Joseph von Eichendorff (1788 – 1857), verfasste Lyrik und Prosa. Seine Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ (1826) gilt als eines der bedeutendsten Werke der Spätromantik.

Dies ist die Geschichte eines Sohnes, dessen Vater, den er Taugenichts nennt, in die weite Welt hinaus schickt, da dieser zu Hause dem Vater die ganze Arbeit allein überlässt. Dieser Sohn nimmt seine Geige und verlässt sein Dorf, ohne ein Ziel vor Augen zu haben. Schon bald hält ein Reisewagen, in dem zwei Damen sitzen, neben ihm an, da die beiden Gefallen an seiner Musik finden. Sie nehmen ihn mit auf ihr Schloss, nahe Wien, wo er sofort als Gärtnerbursche eingestellt wird. Einige Tage darauf verliebt er sich in die jüngere der beiden Damen. Von der Herrschaft wird er wegen seiner besonderen Verdienste und seines guten Auftretens als Zolleinnehmer eingesetzt. Er beschließt, das Reisen aufzugeben und Geld zu sparen, um es zu etwas Großem zu bringen. Doch eines Tages sieht der Taugenichts seine "allerschönste Frau" mit einem Offizier auf einem Balkon. Daraufhin packt er seine Sachen und verlässt das Schloss und zieht weiter nach Italien.....

Jakob und Wilhelm Grimm, auch Gebrüder Grimm siehe Sagen, Märchen und Legenden Wilhelm Hauff (1802 – 1827) Novellen und Märchen, Seine Werke , wie "Jud Süß“, „Zwerg Nase“ und „Die Geschichte vom kleinen Muck“ fallen in die spätromantische Literaturphase. siehe Sagen, Märchen und Legenden Heinrich Heine (1797 – 1856) gilt als der letzte Dichter der Romantik und bekannt dafür, dass er der deutschen Sprache eine Art Leichtigkeit verlieh. Mit seinen Werken fällt er somit bereits in die Epoche des Biedermeier.

Kaiserin „Sisi“ , Elisabeth von Österreich über Heinrich Heine: „Heine ist von den meisten anderen Dichtern verschieden, weil er alle Scheinheiligkeit verachtet, er zeigt sich stets als der, welcher er ist, mit allen menschlichen Eigenschaften und allen menschlichen Fehlern.“ Werke u.a.: Deutschland. Ein Wintermärchen Atta Troll Aus den Memoiren des Herren von Schnabelewopski

E. T. A. Hoffmann (1776 -1822) Den jungen Hoffmann beeindruckte eine aufkeimende neue Zeit der Begeisterung Deutschlands an Literatur. Viele Werke des 18. Jahrhunderts, darunter Goethes "Die Leiden des jungen Werthers" und Rousseaus "Bekenntnisse" wiesen sicherlich auch Hoffmann den Weg: Die Unterhaltungsliteratur wurde gesellschaftsfähig. Das „Erleben“ durch die Literatur beflügelte die Fantasie. Werke u.a: Lebensansichten des Katers Murr Das steinerne Herz Don Juan Das fremde Kind Isidorus Orientalis, Synonym von Otto Heinrich Graf von Leoben (1776 -1825)

Heinrich von Kleist (1777 – 1811) war während seines Studiums besonders interessierte er sich für Experimentalpysik. Wie auch für andere Autoren seiner Zeit (wie auch Goethe oder Novalis) waren die Naturwissenschaften im Sinne der Aufklärung und Kants Schriften (Link) ein objektives Mittel, sich selbst, die Gesellschaft und die Welt zu erkennen und zu verbessern. Die hoffnungsvoll begonnene wissenschaftliche Ausbildung vermochte Kleist jedoch nicht zu befriedigen; es folgen eine Reise nach Paris, die er als sittenlose Stadt empfand. Merklich war der Einfluss der französischen Aufklärung. (Voltaire, Rousseau). Kleist kämpfte u a. in der frz. Armee gegen England, wurde als Spion von den Franzosen festgenommen, kehrte 1803 wieder nach Deutschland zurück, auf Widerstand gegen Napoleon hoffend reiste er auch nach Prag und gewann Zugang zu österreichisch-patriotischen Kreisen, mit dem Plan ein Wochenblatt mit dem Titel Germania herauszugeben. Es sollte ein Organ der „deutschen Freiheit“ werden. Wegen der Kapitulation Österreichs blieb das Projekt unverwirklicht… Unter all diesen Einflüssen seines ruhelosen Lebens verfasse Kleist politische Schriften, Dramen und ebenso auch Komödien.

Bekannteste Werke: Die Hermannschlacht (Drama) Der zerbrochene Krug (Komödie) Familie Schroffenstein (Tragödie) Das Käthchen von Heilbronn (Romantisches Schauspiel) Die Feuerprobe (poetisches Drama) Michael Kohlhaas (Erzählung) Novalis (1772 – 1801), Georg Friedrich Philipp Freiherr von Hardenberg, war ein deutscher Schriftsteller der Frühromantik, Philosoph und Bergbauingenieur.

Romanfragmente: Blüthenstaub Glauben und Liebe oder der König und die Königin.

Weitere Autoren der Romantikepoche: Ernst Moritz Arndt Bettina von Arnim Achim von Arnim - jüngere Romantik Clemens Brentano - jüngere Romantik Adelbert von Chamisso (1781 - 1838) und die Geschichte vom verkauften Schatten Jean Paul - eigentlich Johann Paul Friedrich Richter (1763 – 1825); Siebenkäs

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